Das Thema mit einem zusätzlichen ersten Haken bei dieser Tour wird immer wieder eröffnet. Soweit ich weiß, war da auch schon mal ein zusätzlicher Bühler drin. Aber es geht letztendlich - auch wenn es ausgerechnet bei dieser Tour ist - immer um grundsätzliche Prinzipien: 1. Wir sind hier nicht in der Halle. 2. Die Stufe, die bewältigt werden muß, wenn man draußen klettert, zeigt sich auch darin, daß der Kletternde womöglich zusätzlich zu vorhandenen Bühlerhaken mobile Sicherungsmittel (insbesondere Klemmkeile) einsetzen muß. 3. Wenn hier nachgebühlert wird, sind die Rufe nicht weit, die gleiches für diese Tour, für jenen Einstieg fordern. 4. Erachtet man eine Route als gefährlich, kann man auch unten bleiben. Wenn bei Mili-Milou aufgrund des abgekletterten Zustandes bis zum ersten Haken ein schwer zu kalkulierendes Risiko bestehen würde, hätte ich persönlich nichts gegen einen zusätzlichen Haken. Aber da kann man einen Keil neben dem anderen versenken. Ich will nicht falsch verstanden
Da haben sich gleich mehrere Fehler reingedrängt. Den für alle User offensichtlichsten korrigiere ich gleich mal, bevor irgendwelche Legenden bezüglich meines Alters die Runde durch die Kletterwelt machen: Im "auslaufenden 19. Jahrhundert" war ich bestenfalls als Sternenstaub im All unterwegs. Mein Geburtsjahr liegt irgendwo in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Da ich Teilstrecken, wenn irgendwie möglich, nicht klettere und mit einer Begehung der Kreation namens "Gazellenpresse" nichts zu tun habe, bitte ich, meinen Namen aus der Liste der Erstbegeher zu streichen - oder weitere Korrekturen vorzunehmen!
Hallo RRednose. Schön dich hier in juraclimbs wieder einmal zu vernehmen. Ein bisschen stolz darf ich schon sein, dies nach deiner langen Abwesenheit, geschafft zu haben. Eh klar, dass dein Faktor-2-Sturz in den Jungbrunnen des 20. Jahrhunderts in den Exeltabellen von heute richtig geführt wird. Allerdings wäre hier eine Meldung des exakten Jahrgangs von Vorteil um die nun lodernden Alterslegenden um RRednose wieder in den Griff zu bekommen. Im übrigen bin ich der Meinung, dass geschichtsträchtige Vilstaler Erstbegehungen auch von Routenteilen, Teilpassagen, Teilstrecken von Felspfaden oder wie hier, Einstiegsboulder der Größenordnung UIAA 4, durchaus nennenswert erscheinen. Siehe dazu auch "Lügenbaron", "Akademikerriss" oder "Novillero" bei denen Beteiligungsaktien gehalten werden. Änderungs- und Verbesserungswünsche der lohnenden Art werden nach Eingang natürlich geprüft.
Grundsätzlich stimme ich dir da absolut zu...das Problem ist aber, dass viele/sehr viele Risiken draußen absolut nicht einschätzen können. Die labertaler ist eine mit viel Unwissenheit bekletterte Wand. Wenn ich sehe, wie manch felsneuling da hochzittert, kommt der Gedanke für einen Zusatzhaken trotzdem bei mir auf. Keile haben halt auch die wenigsten "hallenkletterer" dabei.
Ich habe mir das neulich aufgrund des Kommentars auch noch mal angesehen, die Anfrage dort einen Haken zu setzen ist ja nicht neu. Und ich kann es leider auch in keinster Weise nachvollziehen, warum ausgerechnet dort noch ein weiterer Haken rein soll. a) Die Stelle ist gar nicht mal so glitschig und die fragliche Passage lässt sich auch mit guten, rauen Griffen und Tritten links und rechts in der Wand prima Klettern. b) Wer im Einstieg dieser Route eine Problem hat, der gehört schlichtweg nicht im Vorstieg in diese Route. Allein schon deshalb weil er ja dann die Runouts weiter oben genau so wenig im Griff haben wird. Und da darf man auch nicht einfach mal runterfallen, bloß weil irgendwo drunter ein Haken steckt. So wie sie jetzt ist, ist die Route recht homogen in Bezug auf den Vorstiegsanspruch. Setzt man da noch einen Haken, ist die Route unten sehr gut gesichert und man lockt Leute in die Tour die dann weiter oben Probleme bekommen. Zum Draussen klettern gehört es schlichtweg dazu
Fortsetzung von unten: Zum Draussen-Klettern gehört es schlichtweg dazu sein Hirn einzuschalten und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Das können wir den Leuten nicht dadurch abnehmen das wir in gut gesichterten Routen noch mehr Haken setzten. Jeder muss Lernen für sich zu entscheiden ob er an einer bestimmten Stelle fallen darf oder nicht und ob er einer gefährlichen Stelle psychisch und vom Können her gewachsen ist. Das gilt für fünfer genau so wie für jeden anderen Schwierigkeitsgrad.
Ich hab's so in Erinnerung und würd's so weitererzählen: Ich habe keine Teilstrecken - von was auch immer - geklettert und ich habe nichts kreiert. Ich habe eine sich anbietende freie Linie im denkbar saubersten Stil (clean, von unten, ohne vorheriges auschecken und ohne putzen) erstbegangen. Durch ein bisschen Rissklettern, Schlingen fädeln und durch Heidis (und Angelikas) Zuspruch entstand so die Route Steißlage. Mit dem Namen wollte ich findigen Zwischen-den-Zeilen-Lesern ein Hinweis zukommen lassen, wie man/frau den Risseinstieg halbwegs problemlos meistern kann. Durch die Veröffentlichung der Kreation "Gazellenpresse" wurde meine (und natürlich Heidis Steißlage) aus der Geschichte des Naabtal/Vilstalklettern gelöscht - so, als hätte es diesen Nachmittag im Sommer 2006??? (auf jeden Fall im 21. Jahrhundert) nicht gegeben. Das was du als Teilstrecke bezeichnest enthält die Schlüsselstelle und das den Weg charakterisierende Herzstück. Der Name Gazellenpresse ma
Rissklettern, Fädeln, usw. kann man da noch immer. Würd mal sagen, eine maßvolle Sanierung deines sentimentalen Herzstückes ohne den Charakter zu verändern. Eine zweite Begehung nach 2006 (wird korrigiert!) habe ich nicht gesehen, der Szene auch unbekannt. Liegt wohl daran, dass Besucher das Potential der diskutierten Wandpartie nicht erkannt haben. Weil nicht veröffentlicht, nix steckt oder weil man nur da klettert wo Magnesia leuchtet. Wiederholungswahrscheinlichkeit jetzt moderat. Und das mit dem Steißlagenstil stimmt auch. Doch was kommt, wenn man nun den "üppigen" Hakeln folgt - Die edbulvariante? die RRednosevariante? oder vielleicht der edbulverhauer. Der Umlenker der edbulvariante/verhauer wird magisch anlocken. Das Umsetzen des besten, lohnendsten und trotzdem logischen weiteren Routenverlaufes ist selbst renommierten Alpinisten aus verschiedenen Gründen nicht auf Anhieb geglückt. In Führerliteratur kann man da gelegentlich lesen, "Orginalausstieg unlohnend" oder so. Wie
Ich muss mich entschuldigen, ich hab' gar nicht gesehen, dass ein Teil meines Beitrages vom 29. Aug, fehlt. Hier ist er; Der Name Gazellenpresse mag auf die letzten drei/vier Ausstiegsmeter zutreffen - die Beschriftung sollte also in gut 12 Metern Höhe angebracht werden. Am Einstieg hat sie nichts zu suchen. Bei der Schwierigkeitseinschätzung mit Vierminus hat sich Heidi am Westweg am Großen Bärenhorn (Schwierigkeitsgrad sächsisch IV, übersetzt UIAA 3) orientiert. Das war unsere Referenzroute. Heute muss ich zugeben, dass die Heidi damals wohl mehr als nur saugut d'rauf war und ich muss mir vorwerfen, ihr damals nicht widersprochen zu haben. (Zur besseren zeitlichen Einordnung. Dein Efeupfeiler war frisch gebohrt, aber jungfräulich unberührt. An der illegalen Erstbegehung vor der Freigabe durch dich habe ich mich nicht beteiligt.)
Meine Kernaussage ist folgende: Im Jahre 2014 (Geburtsjahr der Gazellenpresse) gibt's an der Stelle schon seit ca. 8 Jahren die Route "Steißlage", eröffnet durch die Seilschaft Bothner/Seidl. Was dazu gekommen sein mag, darf sich bestenfalls Ausstiegsvariante (Edbulvariante?)nennen. Alles was den Weg ausmacht - Schwierigkeitsgrad, Schlüsselpassage und charakterisierender Kletterstil - steckt in der Steißlage. Das Streckenverhältnis schätze ich mal sehr vorsichtig auf 12 bis 13 m Original plus 3 bis 4 m deiner 2014er Kreation. Also: die Tour heißt Steißlage! Zu deiner von mir nicht autorisierten "Sanierung" habe ich mich noch nicht einmal geäußert.
Leider wurde mein letzter Beitrag ebenfallls vom System gekappt. Zur Vermeidung weiterer Mißverständnisse schlage ich einen Ortstermin beim Bürstl vor.
Im aktuellen Kletterführer wird die Linie als "generalsaniert und durchgehend gebühlert" beschrieben. Leider ist dort, wo man gerne einen Keil/Friend hinein wuchten möchte tatsächlich ein gebohrtes Häkelchen vorhanden und dort wo man sich an Grasbüscheln emporarbeiten muss fehlt eines dieser Edelstahlteile. Dafür ist dort der Sandkasten nicht klemmkeilempfänglich. Solange die Grasbüschel in der Wandmitte halten tut ja nix weh. Ob sich die Plaisir-Generation über diese Art der Generalsanierung freut (so geschrieben im neuesten Führerwerk) wage ich zu bezweifeln. Den Abstieg sollte man bei so einer Tour auch besser zu Fuß bewältigen obwohl geschrieben steht dass alle Routen umgelenkt werden.
Ich hab mich noch nicht an der Route versucht...sieht sehr einladend aus:-) Was mir ein bisschen Sorgenfalten bereitet ist der Einstieg...hab ich da haken übersehen, oder ists einfach nicht so wild?
....ist nicht wild. Der zweite Haken steckt an der Kante. Danach wechselt man vom "Wandern mit Festhalten" zum Klettern.
die 1. sl ist quasi Kaulquappe-light: unten unübersichtliche platte mit scharfen löchern, denen die finger anzuvertrauen doch einige überwindung kostet, besonders wenn’s nachm regen eher algenschleimer schneckchen ist. nachm recht zehenfreundlichen nohand wird’s auch noch deutlich fingerfreundlicher mit schöner piaz- und wandkletterei und der durchstiegsfalle genau im übergang dazwischen. hat mal jemand die 2.sl gemacht? jemand hat mir erzählt, dass das sogar die tollste route an der ganzen wand sein soll... war allerdings ein nordlicht... ;) hat er etwa recht?
Ums nochmal zu wiederholen: Gute Route mit interessanten bis speziellen Zügen. Fußspitzenklemmtaugliche Schuhe sind von Vorteil...
hammerlinie, wie mit dem messer in butter geschnitzt. auf tauben zehen zum riss gebissen, den etwas heiklen aufrichter durchgedrückt und bis zum mäßigen rastpunkt hochgepresst, sorgst du dich vielleicht, das könnte es vielleicht schon gewesen sein? aber jetzt fängt der spaß erst an: technische piazerei und die offene tür klappert bis die augen rauskommen. plopp, plopp! immerhin sind die ersten 15 meter so brettig, dass jeder, der da durchkommt, die ebenfalls großartigen zweiten 15 dann locker flockig rausfeiern kann: feuer frei!
nach kurzinschpektion: 2. sl ist ziemlich fränkische lochzerrerei in gourmetfels, vom hein recht sportlich saniert. 2 schlüsselstellen: einstiegsüberhang und ausstiegsüberhang - wohl die steilsten meter an der schellneck - dazwischen gemütlicher mit sessel für die aussicht. hat definitiv mehr besuch verdient!
lustige bergfahrt, die meister schnell mit heldenhaftem arbeitseinsatz wieder begehbar gemacht hat. dabei sind so große späne gefallen, dass daraus wohl auch keine wirkliche aufwärmalternative zum vertikalen hochfrequenzverkehrsknotenpunkt baumschwafelexpress werden wird. immerhin hat's aber ne coole steile boulderstelle zum band und danach nen überraschend henkeligen körperriss zum wohlfühlen ;) achtung: der einstieg über die rote platte rechts unterm dach löst sich zwar wirklich gut, der aktuelle erste bühler ist jedoch nicht leicht erreichbar!
ungefähr so 7+ wie der gk-riss 6+ ist... tja, hättest halt nicht einfach die praktische schublade links zum aufhocken wegschmeißen sollen; mit der käm der grad vielleicht hin. statt dessen brauch'mer jetzt wohl nen zusätzlichen haken, was?
ja, wo gibt's denn sowas?! der gk-riss wird ja schließlich auch nicht aufgewertet, bloß weil er schwerer als alle 7er der wand ist! außerdem, ihr mit euren zwischenbewertungen... ;-D
Solange eine Zwischenbewertung sich korrekter anfühlt als die Schubalde mit den glatten Geraden halte ich das für durchaus sinnvoll... Ist der GK-Riss den wirklich sooo schwer?
Also, als alte Riß-Fräse bin ich mächtig ins Schwitzen gekommen und konnte meine dicken "Ärmel" schon ab der Hälfte der Tour, gut als Unterarmkeile verwenden und ins GK-Rißerl batzen... einfach die perfekte "6" er Aufwärmroute... versprochen.
schon optisch eine der ansprechendsten linien hier (jedenfalls in meinen augen), die locker 40 m vielseitigster kletterei in ungewöhnlich fingerfreundlich-griffigem fels bietet. schwerer isses nur zu beginn (cooler boulder der frühstücksverschneidung) und ende (für die schellneck mal etwas ausgesetzter aber bestens gesichert zur und um die kante), im mittelteil eher genüsslich-alpin und noch etwas „staubig“.
kann des sein, dass der henkel am ende der schlüsselstelle (also der fette angeklebte "ziegelstein") ausgebrochen ist?
aus der großen Mulde mit No-hand in das kleinere Loch mit Knieklemmer und noch mal kurz schütteln, dann rechts gut auf Seit-Untergriff sortieren und mit links hoch antreten - blockieren was das Zeug hält auf abschüssige Leiste mit links, mit rechts auf die kleine Mulde daneben, dann rechten Fuß hoch und entweder nach rechts zum Henkel springen oder mit links in scharfes Loch ziehen, danach nicht mehr loslassen
Na logo... Alles schon gemacht...Hatte es als sehr gruselig in Erinnerung. Der Quergang ist ja noch ok. Aber dann je höher mann kommt wird die Sicherung immer spärlicher,geschalgene Hacken...der Seilzug wird fast unerträglich und der Sicherende fragt sich nur warum da nix weitergeht;-)
Toll, selten so viel Spass gehabt. Schwer ists genau da, wo man es nicht erwartet. Aber alle Fragezeichen lösen sich dann irgendwie und irgendwann. Jeder Haken ist gut und mit großen Griffen zu klippen. Muss man mal gemacht haben - man sollte allerdings nicht mit frisch gewaschenen Klamotten einsteigen und kleine tun sich wohl etwas leichter, gell Steve....;-)
Ebe hat die Tour aber ursprünglich mit 6 bewertet. Hab es schon geklettert und finde es wirklich nicht schwerer!
nach langjähriger klausfels-abstinenz haben wir am samstag festgestellt, dass es rechts ursprünglich ein kleines mäuerchen gab, von dem man aus gestartet ist. wie Ingo schon beschrieben hat. man ist zumindest mit rechts an eine leiste rangekommen von der aus man dynamisch ins grösse loch gehangelt bzw gesprungen ist.
Also ursprünglich wurde die Route von mir mit "6" bewertet, sollte ich mich um einen ganzen Grad verhaut haben? Ist halt schon sehr kurz. Man steigt übrigens nicht direkt, sondern von rechts unten nach links oben ein.
netter einschleicher, leider etwas inhomogen durch die bänder. eine schwerere stelle am 2. haken macht noch keine 7+ draus, auch dann nicht, wenn der fette henkel nachm band bald mal rausfliegt.
sehr gut gesicherte, boulderartige und gar nicht unlohnende kletterei mit ganz schönen bewegungen. das schwerste ist nach den "einstiegsdach" die füsse hochzubringen. der rest löst sich dann ganz gut auf - wenn man es raus hat! :-) die bewertung mit 8 passt.
woher kommt eigentlich diese unart, doppelt durch sanduhren gefädelte schlingen fest zu ziehen (und nicht selten dann auch noch abzuknoten)? nach meinem verständnis von sicherungstechnik totaler blödsinn, aber viell. kann mir das ja jemand erklären?
tolle homogene wandkletterei, bei der man unten mal wieder richtig schön leisten kneifen darf und oben dann nicht noch aus den schlonzlöchern flutschen sollte. mit einsprechender laktattolleranz sicher gut zu onsighten, da es keine wirklich schweren oder trickigen züge gibt. aber in der aktuellen blindenbeschriftung sogar kaum noch zu flashen - verdammte chalkschlampen...
weiß nur, was im föhrer steht: der fritz als ersterwelcher für den "direkten" und tom fürn linksausstieg.
war so! cordon negra is von 1987 oder 88. 3 jahre lang haben alle gelästert: scheiß fels - dreckig, nur flechten usw. und der 1. haken steckt zu hoch! der fritz hat cordon negra 1991 saniert, vor dem 1. haken (jetzt der 2.) einen zusätzlichen gebohrt und den direktausstieg eingebohrt. nur leider ist der jetzige 2. haken recht wacklig zu clippen.
stimmt, der 2. clip ist echt wackelig! hab inzwischen auch das heldenstück gehört, das dem zusätzlichen 1. haken vorausging ;-) heieiei, harte zeiten müssen das gewesen sein, so ohne crashpad und spotten und clipstick... i woas a net, alles verkommt, kein onsight mehr, nicht mal mehr rotpunkt, nenene...
So kann man sich täuschen, vor zwei Jahren hab ich mir noch gedacht: "DIe 5er Platte da überlässt Du jemand anderem zum Bohren." Tolle Touren übrigens, die drei neuen. Mittlerweile lohnt sich also der Besuch des Apostebalkons auch für den Normalkletterer, der nicht "das Wunder" im Visier. Fehlt nur noch die Begehung der Projekte ganz rechts, sowie die ein oder andere Linie zwischdrin....
Bei der Platte haben wir uns auch getäuscht, ich hab es so auf 6 geschätzt und wollte es daher gar nicht bohren. Martin hat sich es dann aber mal angesehen und für durchaus lohnend empfunden. Nach meinen Informationen hast du (admin) dann die erste Wiederholung. Ich dachte schon, dass da nie jemand hoch rennen würde. Die Tour rechts vom Andreas kannst du auch schon klettern, wir sind uns da nur noch nicht so mit dem Namen und der Bewertung einig.
Was für Touren sind das eigentliche an dem Felsen unterhalb vom Apostelbalkon, dem Felsen mit dem markanten Riss - der Riss ist vom EBE – aber von wem sind die Touren rechts davon. Ich bin da einen kleinen Überhang ganz rechts geklettert, geniale Tour. An dem Felsen links davon müsste es auch noch Touren geben?
von ebi's riss nach rechts kommt zuerst was vom ingo (kleiner dachverschneidungsquergang mit bolts, noch projekt?) und rechts davon "nullkommanix" von mir (ca.7, überhang und platte). links und rechts (das dach) davon kommt auch noch was hin, wenn ich mal wieder zeit hab.
die überhangkante und die schuppen danach sind leider nicht ganz vakuumbombenfest, daher bitte besser sachte anziehen (besonders die campusmonster unter uns), merci! ;-)
Find den Überhang ja ganz schön kräftig, vor allem die Füße hochzukriegen ist nicht einfach! Wir hätten es damals auf 7+/8- oder 7+ geschätzt.
tja, marit meinte 7- und ich dachte, ich hätte nen schlechten tag gehabt... :-) ebi fand's 7, was m.e. schon gut hinkommt. rawalpindischraube und überflieger oder die einzelstellen von frühstücksverschneidung und roadrunner find ich deutlich schwerer. jo mei, viell. isses halt ne mädelstour? ;-)
wer sich erfolgreich durch die platte gewackelt hat, kann sich nun die krummen griffel im kleinen überhang drüber wieder schön gerade ziehen. die etwa 20 zusätzlichen züge machen die ganze angelegenheit nicht wesentlich schwerer, sorgen aber nochmal für ne schöne abwechslung.
da sind 2 datenbank-einträge (mr. freeze + mr.freeze/total recall) mit dem gleichen grad - wie is'n dat jetze? ist herr frostig nicht eine direktvariante zur vollständigen erinnerung (tolles deutsch! ;) und 10+ gilt dann für die gesamten 40m bis ganz oben)? oder ist herr frostig "nur" der boulder mit den offene-tür-zustieg und allein 10+? dann müsste ja die frostige erinnerung (oder hirnfrost?) schon gegen 11- gehen... also, nicht, dass ich mir irgendwelche chancen ausrechnen würde, aber wie is'n dat nu?
Also Bodo: Das war bis vor wenigen Jahren tatsächlich nicht so ganz glasklar. Nach Rücksprache mit Michi aber gibt es nur einen Mr. Freeze, der praktisch eine Direktvariante zu Total Recall darstellt,Grad 10/10+. Klettert man den Boulder und hört dann auf, war die Geschichte damals mit 10- bewertet, hat letztlich aber keinen Namen. Vielleicht sollte man es "Total Tür" oder so ähnlich nennen. Ich plädiere für nur einen Mr. Freeze auf dieser Seite! Es kann nur einen geben.
noch ne frage in die expertenrunde: die 2. sl sieht phantastisch aus (bis auf den plattenrunout zur umlenkung :-/), aber wo beginnt diese bzw. wo hört die 1.sl auf? es gibt zwei mögliche erste umlenkungen (auch laut topo): die obere ist dort, wo der weg der jugend den linksknick macht und die untere ist unterm weg der jugend in der platte. wenn ich nun über die diagonale einsteigen möchte, komm ich dort jedoch gar nicht (gut) hin...
Also Bodo, falls ich mich als Experten bezeichnen darf: Die 1. SL von "Zenith" endet genau an dem Haken in der Diagonale, und nicht irgendwo drunter!! Am 7. Zwischenhaken kann man nämlich bei Unaufmerksamkeit nochmals gut runterfallen. D. h. "Zenith" 1. SL ist nicht da zu Ende, wo zur Zeit der Fixkarabiner hängt (6. Zwischenhaken). Die 2. SL habe ich noch nicht gemacht, hat 4 Zwischenhaken und beginnt eben an dem Haken Nr. 9 der "Diagonale". Alles klar?
prima abwechslung gegen den schellneck-koller in form eines ziemlich pressigen boulders vom 2. haken in den riss. sobald man den ersten klemmanker werfen kann, hat man gewonnen. das ist zwar etwas handgrößenabhängig, aber spätestens 4 meter höher am 4. haken der fall. sogesehen eine ringbandregenerierende arthroseprophylaxe, die auch noch schön kurz ist, so dass das zirrhotische hirn sich hier mal von der überlast der üblichen schellneck-memories erholen kann. ;)
Kann man den Felsen überhaupt noch als Apostelbalkon bezeichnen, ist doch eigentliche ein eigenständiger Fels? Habe gesehen, dass es links vom Apostelbalkon in einer Schlucht noch weitere Routen gibt! Hat jemand weitere Infos dazu?
naja, irgendwie isses schon noch am selben haufen. vielleicht könte man den sektor - der besseren orientierung wegen - "apostelkeller" nennen ;) links vom apostel... befindet sich die "gruft" mit ner handvoll projekten von ingo und mir.
zugegeben, der fels ist ziemlich beschissen, aber die linie monstergut, sodass es sich dennoch lohnte, die route jetzt endlich mal fertig zu stellen. damit die züge so spaßig bleiben, wie sie z. z. sind, empfiehlt sich ein kontrollierter kletterstil - gemeint ist damit koordinierte fußarbeit und wohldosierter bizepseinsatz, gell jungs! trotz ausgiebigem putzen wird’s noch weiter krümeln, also am wandfuß bitte immer schön aus der latichte gehen! daher kann auch ein helm nicht schaden, wie überall in der bischofsbucht...
genauso knusprig wie das krümelmonster, aber nicht so cool. eigentlich war ich nur zu faul, den bühler links rauszumachen... ;-)
8-? find ich ganz schön hart...weil an dem fetten (untergriff)loch am überhang hängt man dran wie der ratz am presssack
is ja nur n vorschlag. die stelle fand ich (spargel) gar nicht sooo schwer ;-) eher den ausstieg aufn buckel. naja, muss mal die 2. sl vom donauweg oder den wb-pfeiler zum vergleich klettern.
also ich hab mir im tr mal den überhang angeschaut: den untergriff nehm ich mit rechts und lang mit der linken hand in ein loch hoch. ich muß mich da ganz schön strecken! der austieg über den buckel ging wieder, aber ich glaube da sind einfach lange arme von vorteil ;-)
jo, untergriff mit rechts, dann weiter überkreuzer mit links in gutes 3fi-loch. hab mich dann immer rechts der haken gehalten, löst sich alles sehr gut auf. erst überm letzten zh muss man zweimal kleines und flaches zeug festhalten.
Grob von Ingo geschätzte Schwierigkeit stimmt sogar bei feiner Justierung - 9- ist korrekt. Tolle Tour, kein Plattengefummel, sondern richtig guter Überhang. Besucht Obereinbuch, löst Euch von den darüber kursierenden Klischees!
die namensgebende daseinsform, wohl inspiriert von goldenen camp 4-zeiten, steht zwar inzwischen nicht mehr so im brennpunkt des interesses bzw. durch regelmäßige außenpolitische maßlosigkeiten sogar in unvorteilhaftem licht, die tour ist jedoch nach wie vor sehr lohnend und mit dem außenseiter-ausstieg ne schöne linie. so ist auch höchstens der einstieg etwas heikel, aber mit nem 0.75er camalot und der nötigen konzentration in den zehen kontrolliert machbar. die hock-und-block-crux fand ich dann angenehm untechnisch, cool und mit 8 viell. doch überbewertet. die originale rechtsschleife durch die platte schien mir nen tick schwieriger als der außenseiter, aber auch etwas sehr gesucht weil inhomogen und unlogisch.
überraschend kommod eingebohrte und zu kletterne plattige kante. auch die politur fand ich noch im rahmen. gute alternative, wenn in der heißen sohle wieder mal die luft brennt.
prima pladde, des stimmt scho, aber kurz vorm umlenker kann es unangenehm werden, weil die situation klettertechnisch nicht ganz einfach und sicherungstechnisch auch noch recht ungünstig ist. zum loslassen ist der letzte haken dann schon zu tief überm band und mit guten keilen auch essig (meine passen dort jedenfalls nicht richtig), außer im linken, größeren riss, aber dann würde es einen auch wie ne abrissbirne nach links in die verschneidung hauen. :-/ aber, zum glück braucht man ja nur ruhig bleiben :-)
wenn das die rechts neben der sw-kante ist, ist das ne wirklich empfehelnswerte angelegenheit. unten zwei, drei kleine griffe zukneifen, der schnürsenkel-su vertrauen (aber besser nicht überprüfen), weiter sehr kurzweilig durch die platte kreuzen. bin ich bisher immer vorurteilig dran vorbei gerannt...
nette, noch rauhe platte. etwas leichter, schöner und deutlich angenehmer zu klettern als der umständliche original amerikaner, find ich jedenfalls.
ich glaub talseite is die 3te tour von links. du meinst glaub ich den münchner weg. kann da aber auch was verwechseln.....
stimmt, hab mir vertan. meinte jedoch die südwand :) die talseite ist die 4. von links mit dem schleimigen risseinstieg. der münchner weg ist noch dazwischen, also nr. 3 von links, wenn ich mich nicht schon wieder irre. naja, egal weil eh alles 7 ;)
... ursprünglich als "s'G'schwür" (= das Geschwür) erstbegangen. Allerdings hat der Dickert meine Korrekturversuche in Richtung Schriftsprache immer vehement abgelehnt.
Bin die Route jetzt nochmals geklettert. Dank des zusätzlichen Hakens und der Turboerosion ist "your so vain" - zwar nicht für 6 minus- aber doch gut kletterbar. Für alle, die sich am Begriff "kriminell" in meinem ersten Kommentar in ihrem Seelenfrieden gestört fühlten: Früher als man Routen noch erstbegangen (nicht eingerichtet) hat, wurde die Vokabel "kriminell" durchaus auch als Anerkennung für den Mumm der Erstbegeher verwendet. Für angehende Jurastudentlinge und Richter-Alexander-Hold-Fans wohl nur schwer zu verstehen.
Letzte Information aus erster Hand, d. h. von Reiner Dickert persönlich: Route heißt "G´raffel-Kante", erstbegangen 1989.
Sollt' ich mich da so täuschen? Ist mit "Pfeiler" nicht der Pfeiler links vom Höhlenweg (knapp links der Kante) gemeint? RRednose
Dann hör' ich sofor mit dem Selbergeißeln auf, stell' das Asche-auf -mein-Haupt-streuen ein, bestell' auch den Flieger nach Canossa ab und behaupte noch ein mal: "Erstbegangen als "s'G'schwür"". Die "Story", die hinter der Namensgebung steckt, hat sich tief in mein Gedächtnis und in mein Gemütsleben eingegraben. RRednose
Rechts der Haken kann ich sie mir auch als glatt 8 vorstellen. Ich denke, wenn man die Haken möglichst direkt anklettert, würde ich ihr auch eine 7+/8- geben oder einfach eine harte 7+. Die Route ist übrigens schöner als sie aussieht. Ich kann sie nur empfehlen.
auf dem weg zum 1. haken hat sich rechterhand ein seit/untergriff verabschiedet, von dem man den 1 haken klippen konnte. dadurch ist das anklettern desselbigen wesentlich anspruchsvoller geworden. mittlerweile darf man sich am nächstbesten ebenfalls recht hohl klingenden untergriff festhalten.... Ich würde vorschlagen, vor dem jetzigen 1. haken einen zusätzlichen haken zu bohren - hat jemand ein ethisch - moralisches problem damit?
Ich finde es ja sehr lobenswert, dass nachdem der Fixkarabiner verschwunden ist, jemand einen seiner Karabiner zum Umlenken geopfert hat. Allerdings sind Karabiner, wahrscheinlich aus dem Baumarkt mit einer max. Traglast von 350kg (längs) nicht zum Klettern geeignet. Ich habe den Karabiner entfernt.
Ich möchte aus aktuellem Anlass nochmals darauf hinweisen, dass der Kronenbohrhaken über dem Band nicht zum Umlenken geeignet ist. Also unbedingt am Band umlenken! Ich werde den Haken bei Gelegenheit ausbohren!
Flo, meinst du es ist sinnvoll schon vor dem absatz einen umlenker incl karabeiner zu setzen? hab am woende auch mitgekriegt dass kaum einer kapiert wo die route zu ende ist.
So hatte ich das eigentlich vor – Umlenker mit Karabiner vor dem Absatz. Die letzten Meter sind ja eh nur gehgelände.
von der linie her kaum zu übertreffen und ein muss für jede rissfräse! ziemlich ausdauernd und inzwischen durchaus hautfreundlich, solange technik und gemütslage angepasst bzw. ausgeglichen sind. trotz der recht komfortablen bebühlerung ist im interesse der gehgesundheit ein keil überm 1. haken sehr zu empfehlen, solange man dort noch nicht zu schlafwandeln pflegt. nach dem absatz noch etwas gute wandkletterei und ein von unten nicht zu sehender bühler im querriss, obenraus gerade hoch etwas sehr grasig oder rechts und deutlich schöner über piazschuppe zu einsamer umlenköse.
Eigentlich keine schlechte Route, könnten aber ein par Haken mehr sein. Habe zumindest mal die alten Schlingen in den Sanduhren ausgetauscht. Die Sanduhren machen mir aber keinen sehr zuverlässigen Eindruck, von daher sollte man die beiden Schlingen lieber ganz entfernen und einen Haken setzen.
Mili-Milou [Labertalwand]
Das Thema mit einem zusätzlichen ersten Haken bei dieser Tour wird immer
wieder eröffnet. Soweit ich weiß, war da auch schon mal ein zusätzlicher Bühler drin. Aber es
geht letztendlich - auch wenn es ausgerechnet bei dieser Tour ist - immer um grundsätzliche
Prinzipien: 1. Wir sind hier nicht in der Halle. 2. Die Stufe, die bewältigt werden muß, wenn
man draußen klettert, zeigt sich auch darin, daß der Kletternde womöglich zusätzlich zu
vorhandenen Bühlerhaken mobile Sicherungsmittel (insbesondere Klemmkeile) einsetzen muß. 3. Wenn
hier nachgebühlert wird, sind die Rufe nicht weit, die gleiches für diese Tour, für jenen
Einstieg fordern. 4. Erachtet man eine Route als gefährlich, kann man auch unten bleiben.
Wenn bei Mili-Milou aufgrund des abgekletterten Zustandes bis zum ersten Haken ein schwer zu
kalkulierendes Risiko bestehen würde, hätte ich persönlich nichts gegen einen zusätzlichen
Haken. Aber da kann man einen Keil neben dem anderen versenken. Ich will nicht falsch verstanden
Steißlage [Zoo - Unten]
Da haben sich gleich mehrere Fehler reingedrängt. Den für alle User
offensichtlichsten korrigiere ich gleich mal, bevor irgendwelche Legenden bezüglich meines
Alters die Runde durch die Kletterwelt machen: Im "auslaufenden 19. Jahrhundert" war ich
bestenfalls als Sternenstaub im All unterwegs. Mein Geburtsjahr liegt irgendwo in der Mitte des
20. Jahrhunderts.
Da ich Teilstrecken, wenn irgendwie möglich, nicht klettere und mit einer Begehung der Kreation
namens "Gazellenpresse" nichts zu tun habe, bitte ich, meinen Namen aus der Liste der
Erstbegeher zu streichen - oder weitere Korrekturen vorzunehmen!
Steißlage [Zoo - Unten]
Hallo RRednose. Schön dich hier in juraclimbs wieder einmal zu vernehmen. Ein
bisschen stolz darf ich schon sein, dies nach deiner langen Abwesenheit, geschafft zu haben.
Eh klar, dass dein Faktor-2-Sturz in den Jungbrunnen des 20. Jahrhunderts in den Exeltabellen
von heute richtig geführt wird. Allerdings wäre hier eine Meldung des exakten Jahrgangs von
Vorteil um die nun lodernden Alterslegenden um RRednose wieder in den Griff zu bekommen.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass geschichtsträchtige Vilstaler Erstbegehungen auch von
Routenteilen, Teilpassagen, Teilstrecken von Felspfaden oder wie hier, Einstiegsboulder der
Größenordnung UIAA 4, durchaus nennenswert erscheinen. Siehe dazu auch "Lügenbaron",
"Akademikerriss" oder "Novillero" bei denen Beteiligungsaktien gehalten werden.
Änderungs- und Verbesserungswünsche der lohnenden Art werden nach Eingang natürlich geprüft.
Mili-Milou [Labertalwand]
Grundsätzlich stimme ich dir da absolut zu...das Problem ist aber, dass
viele/sehr viele Risiken draußen absolut nicht einschätzen können. Die labertaler ist eine mit
viel Unwissenheit bekletterte Wand. Wenn ich sehe, wie manch felsneuling da hochzittert, kommt
der Gedanke für einen Zusatzhaken trotzdem bei mir auf. Keile haben halt auch die wenigsten
"hallenkletterer" dabei.
Mili-Milou [Labertalwand]
Ich habe mir das neulich aufgrund des Kommentars auch noch mal angesehen, die
Anfrage dort einen Haken zu setzen ist ja nicht neu. Und ich kann es leider auch in keinster
Weise nachvollziehen, warum ausgerechnet dort noch ein weiterer Haken rein soll. a) Die Stelle
ist gar nicht mal so glitschig und die fragliche Passage lässt sich auch mit guten, rauen
Griffen und Tritten links und rechts in der Wand prima Klettern. b) Wer im Einstieg dieser Route
eine Problem hat, der gehört schlichtweg nicht im Vorstieg in diese Route. Allein schon deshalb
weil er ja dann die Runouts weiter oben genau so wenig im Griff haben wird. Und da darf man auch
nicht einfach mal runterfallen, bloß weil irgendwo drunter ein Haken steckt. So wie sie jetzt
ist, ist die Route recht homogen in Bezug auf den Vorstiegsanspruch. Setzt man da noch einen
Haken, ist die Route unten sehr gut gesichert und man lockt Leute in die Tour die dann weiter
oben Probleme bekommen. Zum Draussen klettern gehört es schlichtweg dazu
Mili-Milou [Labertalwand]
Fortsetzung von unten: Zum Draussen-Klettern gehört es schlichtweg dazu sein
Hirn einzuschalten und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Das können wir den Leuten
nicht dadurch abnehmen das wir in gut gesichterten Routen noch mehr Haken setzten. Jeder muss
Lernen für sich zu entscheiden ob er an einer bestimmten Stelle fallen darf oder nicht und ob er
einer gefährlichen Stelle psychisch und vom Können her gewachsen ist. Das gilt für fünfer genau
so wie für jeden anderen Schwierigkeitsgrad.
Steißlage [Zoo - Unten]
Ich hab's so in Erinnerung und würd's so weitererzählen:
Ich habe keine Teilstrecken - von was auch immer - geklettert und ich habe nichts kreiert.
Ich habe eine sich anbietende freie Linie im denkbar saubersten Stil (clean, von unten, ohne
vorheriges auschecken und ohne putzen) erstbegangen. Durch ein bisschen Rissklettern, Schlingen
fädeln und durch Heidis (und Angelikas) Zuspruch entstand so die Route Steißlage. Mit dem Namen
wollte ich findigen Zwischen-den-Zeilen-Lesern ein Hinweis zukommen lassen, wie man/frau den
Risseinstieg halbwegs problemlos meistern kann.
Durch die Veröffentlichung der Kreation "Gazellenpresse" wurde meine (und natürlich Heidis
Steißlage) aus der Geschichte des Naabtal/Vilstalklettern gelöscht - so, als hätte es diesen
Nachmittag im Sommer 2006??? (auf jeden Fall im 21. Jahrhundert) nicht gegeben.
Das was du als Teilstrecke bezeichnest enthält die Schlüsselstelle und das den Weg
charakterisierende Herzstück.
Der Name Gazellenpresse ma
Steißlage [Zoo - Unten]
Rissklettern, Fädeln, usw. kann man da noch immer. Würd mal sagen, eine
maßvolle Sanierung deines sentimentalen Herzstückes ohne den Charakter zu verändern. Eine zweite
Begehung nach 2006 (wird korrigiert!) habe ich nicht gesehen, der Szene auch unbekannt. Liegt
wohl daran, dass Besucher das Potential der diskutierten Wandpartie nicht erkannt haben. Weil
nicht veröffentlicht, nix steckt oder weil man nur da klettert wo Magnesia leuchtet.
Wiederholungswahrscheinlichkeit jetzt moderat. Und das mit dem Steißlagenstil stimmt auch. Doch
was kommt, wenn man nun den "üppigen" Hakeln folgt - Die edbulvariante? die RRednosevariante?
oder vielleicht der edbulverhauer. Der Umlenker der edbulvariante/verhauer wird magisch
anlocken. Das Umsetzen des besten, lohnendsten und trotzdem logischen weiteren Routenverlaufes
ist selbst renommierten Alpinisten aus verschiedenen Gründen nicht auf Anhieb geglückt. In
Führerliteratur kann man da gelegentlich lesen, "Orginalausstieg unlohnend" oder so. Wie
Steißlage [Zoo - Unten]
Ich muss mich entschuldigen, ich hab' gar nicht gesehen, dass ein Teil meines
Beitrages vom 29. Aug, fehlt. Hier ist er;
Der Name Gazellenpresse mag auf die letzten drei/vier Ausstiegsmeter zutreffen - die
Beschriftung sollte also in gut 12 Metern Höhe angebracht werden. Am Einstieg hat sie nichts zu
suchen.
Bei der Schwierigkeitseinschätzung mit Vierminus hat sich Heidi am Westweg am Großen Bärenhorn
(Schwierigkeitsgrad sächsisch IV, übersetzt UIAA 3) orientiert. Das war unsere Referenzroute.
Heute muss ich zugeben, dass die Heidi damals wohl mehr als nur saugut d'rauf war und ich muss
mir vorwerfen, ihr damals nicht widersprochen zu haben.
(Zur besseren zeitlichen Einordnung. Dein Efeupfeiler war frisch gebohrt, aber jungfräulich
unberührt. An der illegalen Erstbegehung vor der Freigabe durch dich habe ich mich nicht
beteiligt.)
Steißlage [Zoo - Unten]
Meine Kernaussage ist folgende: Im Jahre 2014 (Geburtsjahr der
Gazellenpresse) gibt's an der Stelle schon seit ca. 8 Jahren die Route "Steißlage", eröffnet
durch die Seilschaft Bothner/Seidl.
Was dazu gekommen sein mag, darf sich bestenfalls Ausstiegsvariante (Edbulvariante?)nennen.
Alles was den Weg ausmacht - Schwierigkeitsgrad, Schlüsselpassage und charakterisierender
Kletterstil - steckt in der Steißlage. Das Streckenverhältnis schätze ich mal sehr vorsichtig
auf 12 bis 13 m Original plus 3 bis 4 m deiner 2014er Kreation. Also: die Tour heißt Steißlage!
Zu deiner von mir nicht autorisierten "Sanierung" habe ich mich noch nicht einmal geäußert.
Steißlage [Zoo - Unten]
Leider wurde mein letzter Beitrag ebenfallls vom System gekappt. Zur
Vermeidung weiterer Mißverständnisse schlage ich einen Ortstermin beim Bürstl vor.
Steilwand - Alter Weg [Steilwand]
Im aktuellen Kletterführer wird die Linie als "generalsaniert und durchgehend
gebühlert" beschrieben. Leider ist dort, wo man gerne einen Keil/Friend hinein wuchten möchte
tatsächlich ein gebohrtes Häkelchen vorhanden und dort wo man sich an Grasbüscheln emporarbeiten
muss fehlt eines dieser Edelstahlteile. Dafür ist dort der Sandkasten nicht
klemmkeilempfänglich. Solange die Grasbüschel in der Wandmitte halten tut ja nix weh. Ob sich
die Plaisir-Generation über diese Art der Generalsanierung freut (so geschrieben im neuesten
Führerwerk) wage ich zu bezweifeln.
Den Abstieg sollte man bei so einer Tour auch besser zu Fuß bewältigen obwohl geschrieben steht
dass alle Routen umgelenkt werden.
Steißlage [Zoo - Unten]
Bürstl???
Das ist doch der mit den Bauchdingens? Das ist doch mal ein Wort!
Geißenpeter [Kletterblock]
Schöne Züge auf leider zu wenig klettermeter.
Zeitvertreib [Labertalwand]
Knackig, schön, 7!
Von der Halle an den Fels [Roter Fels]
Ich hab mich noch nicht an der Route versucht...sieht sehr einladend aus:-)
Was mir ein bisschen Sorgenfalten bereitet ist der Einstieg...hab ich da haken übersehen, oder
ists einfach nicht so wild?
Von Henkel zu Henkel [Märchenturm]
Steht im Führer als 7-, finde aber 7+ treffender...
Papageno [Märchenturm]
7-?? oder scheisstag...
Von der Halle an den Fels [Roter Fels]
....ist nicht wild. Der zweite Haken steckt an der Kante. Danach wechselt man
vom "Wandern mit Festhalten" zum Klettern.
Birkensteiner Glöckchen [Schellneckwand Rechts]
die 1. sl ist quasi Kaulquappe-light: unten unübersichtliche platte mit
scharfen löchern, denen die finger anzuvertrauen doch einige überwindung kostet, besonders
wenn’s nachm regen eher algenschleimer schneckchen ist. nachm recht zehenfreundlichen nohand
wird’s auch noch deutlich fingerfreundlicher mit schöner piaz- und wandkletterei und der
durchstiegsfalle genau im übergang dazwischen.
hat mal jemand die 2.sl gemacht? jemand hat mir erzählt, dass das sogar die tollste route an der
ganzen wand sein soll... war allerdings ein nordlicht... ;) hat er etwa recht?
Eile mit Keile [Obereinbuch Links]
Ums nochmal zu wiederholen: Gute Route mit interessanten bis speziellen Zügen.
Fußspitzenklemmtaugliche Schuhe sind von Vorteil...
Feuerwerk [Schellneckwand Rechts]
hammerlinie, wie mit dem messer in butter geschnitzt. auf tauben zehen zum
riss gebissen, den etwas heiklen aufrichter durchgedrückt und bis zum mäßigen rastpunkt
hochgepresst, sorgst du dich vielleicht, das könnte es vielleicht schon gewesen sein? aber jetzt
fängt der spaß erst an: technische piazerei und die offene tür klappert bis die augen
rauskommen. plopp, plopp! immerhin sind die ersten 15 meter so brettig, dass jeder, der da
durchkommt, die ebenfalls großartigen zweiten 15 dann locker flockig rausfeiern kann: feuer
frei!
Birkensteiner Glöckchen [Schellneckwand Rechts]
nach kurzinschpektion: 2. sl ist ziemlich fränkische lochzerrerei in
gourmetfels, vom hein recht sportlich saniert. 2 schlüsselstellen: einstiegsüberhang und
ausstiegsüberhang - wohl die steilsten meter an der schellneck - dazwischen gemütlicher mit
sessel für die aussicht. hat definitiv mehr besuch verdient!
Frühstücksverschneidung [Schellneckwand Rechts]
lustige bergfahrt, die meister schnell mit heldenhaftem arbeitseinsatz wieder
begehbar gemacht hat. dabei sind so große späne gefallen, dass daraus wohl auch keine wirkliche
aufwärmalternative zum vertikalen hochfrequenzverkehrsknotenpunkt baumschwafelexpress werden
wird. immerhin hat's aber ne coole steile boulderstelle zum band und danach nen überraschend
henkeligen körperriss zum wohlfühlen ;) achtung: der einstieg über die rote platte rechts unterm
dach löst sich zwar wirklich gut, der aktuelle erste bühler ist jedoch nicht leicht erreichbar!
Frühstücksverschneidung [Schellneckwand Rechts]
ungefähr so 7+ wie der gk-riss 6+ ist... tja, hättest halt nicht einfach die
praktische schublade links zum aufhocken wegschmeißen sollen; mit der käm der grad vielleicht
hin. statt dessen brauch'mer jetzt wohl nen zusätzlichen haken, was?
Schwartenzerrer [Schellneckwand Rechts]
is auf jeden fall schwerer als "schwarz auf weiss" - daher wäre 9/9+
gerechtfertigt...
Schwartenzerrer [Schellneckwand Rechts]
ja, wo gibt's denn sowas?! der gk-riss wird ja schließlich auch nicht
aufgewertet, bloß weil er schwerer als alle 7er der wand ist! außerdem, ihr mit euren
zwischenbewertungen... ;-D
Schwartenzerrer [Schellneckwand Rechts]
Solange eine Zwischenbewertung sich korrekter anfühlt als die Schubalde mit
den glatten Geraden halte ich das für durchaus sinnvoll... Ist der GK-Riss den wirklich sooo
schwer?
Schwartenzerrer [Schellneckwand Rechts]
Also, als alte Riß-Fräse bin ich mächtig ins Schwitzen gekommen und konnte
meine dicken "Ärmel" schon ab der Hälfte der Tour, gut als Unterarmkeile verwenden und ins
GK-Rißerl batzen... einfach die perfekte "6" er Aufwärmroute... versprochen.
Diagonale [Schellneckwand Rechts]
schon optisch eine der ansprechendsten linien hier (jedenfalls in meinen
augen), die locker 40 m vielseitigster kletterei in ungewöhnlich fingerfreundlich-griffigem fels
bietet. schwerer isses nur zu beginn (cooler boulder der frühstücksverschneidung) und ende (für
die schellneck mal etwas ausgesetzter aber bestens gesichert zur und um die kante), im
mittelteil eher genüsslich-alpin und noch etwas „staubig“.
Kunstwerk [Friedrichsruh]
kann des sein, dass der henkel am ende der schlüsselstelle (also der fette
angeklebte "ziegelstein") ausgebrochen ist?
Mr. Freeze [Schellneckwand Links]
aus der großen Mulde mit No-hand in das kleinere Loch mit Knieklemmer und noch
mal kurz schütteln, dann rechts gut auf Seit-Untergriff sortieren und mit links hoch antreten -
blockieren was das Zeug hält auf abschüssige Leiste mit links, mit rechts auf die kleine Mulde
daneben, dann rechten Fuß hoch und entweder nach rechts zum Henkel springen oder mit links in
scharfes Loch ziehen, danach nicht mehr loslassen
Baumtafelweg [Schellneckwand Rechts]
Na logo...
Alles schon gemacht...Hatte es als sehr gruselig in Erinnerung.
Der Quergang ist ja noch ok.
Aber dann je höher mann kommt wird die Sicherung immer spärlicher,geschalgene Hacken...der
Seilzug wird fast unerträglich und der Sicherende fragt sich nur warum da nix weitergeht;-)
Allerheiligen [Apostelbalkon]
Toll, selten so viel Spass gehabt. Schwer ists genau da, wo man es nicht
erwartet. Aber alle Fragezeichen lösen sich dann irgendwie und irgendwann. Jeder Haken ist gut
und mit großen Griffen zu klippen. Muss man mal gemacht haben - man sollte allerdings nicht mit
frisch gewaschenen Klamotten einsteigen und kleine tun sich wohl etwas leichter, gell
Steve....;-)
Allerheiligen [Apostelbalkon]
Ebe hat die Tour aber ursprünglich mit 6 bewertet. Hab es schon geklettert und
finde es wirklich nicht schwerer!
Abstoß [Klausfels]
nach langjähriger klausfels-abstinenz haben wir am samstag festgestellt, dass
es rechts ursprünglich ein kleines mäuerchen gab, von dem man aus gestartet ist. wie Ingo schon
beschrieben hat. man ist zumindest mit rechts an eine leiste rangekommen von der aus man
dynamisch ins grösse loch gehangelt bzw gesprungen ist.
Abstoß [Klausfels]
Hab mir schon so was gedacht. Inzwischen hab ich aber eine Lösung von unten
raus gefunden.
Allerheiligen [Apostelbalkon]
mir ists gleich, dann viel spass mit 6....
Frühstücksverschneidung [Schellneckwand Rechts]
gibt jetzt nen zusätzlichen 1. haken, aber nun auch keine ausreden mehr! ;-)
Andreas [Apostelbalkon]
Also ursprünglich wurde die Route von mir mit "6" bewertet, sollte ich mich um
einen ganzen Grad verhaut haben? Ist halt schon sehr kurz. Man steigt übrigens nicht direkt,
sondern von rechts unten nach links oben ein.
Andreas [Apostelbalkon]
Also, das ist wirklich keine 6 mehr. Ich find es sogar für 7 ganz schön
schwer, passt aber!
Liebe auf den 2. ten Blick [Shield / Schild]
netter einschleicher, leider etwas inhomogen durch die bänder. eine schwerere
stelle am 2. haken macht noch keine 7+ draus, auch dann nicht, wenn der fette henkel nachm band
bald mal rausfliegt.
Das Produkt [Shield / Schild]
sehr gut gesicherte, boulderartige und gar nicht unlohnende kletterei mit ganz
schönen bewegungen. das schwerste ist nach den "einstiegsdach" die füsse hochzubringen. der rest
löst sich dann ganz gut auf - wenn man es raus hat! :-)
die bewertung mit 8 passt.
Rechts-Links-Schwäche [Shield / Schild]
woher kommt eigentlich diese unart, doppelt durch sanduhren gefädelte
schlingen fest zu ziehen (und nicht selten dann auch noch abzuknoten)? nach meinem verständnis
von sicherungstechnik totaler blödsinn, aber viell. kann mir das ja jemand erklären?
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
tolle homogene wandkletterei, bei der man unten mal wieder richtig schön
leisten kneifen darf und oben dann nicht noch aus den schlonzlöchern flutschen sollte.
mit einsprechender laktattolleranz sicher gut zu onsighten, da es keine wirklich schweren oder
trickigen züge gibt. aber in der aktuellen blindenbeschriftung sogar kaum noch zu flashen -
verdammte chalkschlampen...
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
is die tour ned von eLTe? ich glaub der Fritz war des ned.....
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
weiß nur, was im föhrer steht: der fritz als ersterwelcher für den "direkten"
und tom fürn linksausstieg.
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
mannometer, schon wieder die recht-links-schwäche: der tom natürlich rechts
ausstieg!
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
achso. des wird dann schon so sein!
:-)
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
war so! cordon negra is von 1987 oder 88. 3 jahre lang haben alle gelästert:
scheiß fels - dreckig, nur flechten usw. und der 1. haken steckt zu hoch! der fritz hat cordon
negra 1991 saniert, vor dem 1. haken (jetzt der 2.) einen zusätzlichen gebohrt und den
direktausstieg eingebohrt.
nur leider ist der jetzige 2. haken recht wacklig zu clippen.
Cordon Negra direkt [Shield / Schild]
stimmt, der 2. clip ist echt wackelig! hab inzwischen auch das heldenstück
gehört, das dem zusätzlichen 1. haken vorausging ;-) heieiei, harte zeiten müssen das gewesen
sein, so ohne crashpad und spotten und clipstick... i woas a net, alles verkommt, kein onsight
mehr, nicht mal mehr rotpunkt, nenene...
Blasius [Sakristei]
So kann man sich täuschen, vor zwei Jahren hab ich mir noch gedacht: "DIe 5er
Platte da überlässt Du jemand anderem zum Bohren."
Tolle Touren übrigens, die drei neuen. Mittlerweile lohnt sich also der Besuch des Apostebalkons
auch für den Normalkletterer, der nicht "das Wunder" im Visier. Fehlt nur noch die Begehung der
Projekte ganz rechts, sowie die ein oder andere Linie zwischdrin....
Blasius [Sakristei]
Bei der Platte haben wir uns auch getäuscht, ich hab es so auf 6 geschätzt und
wollte es daher gar nicht bohren. Martin hat sich es dann aber mal angesehen und für durchaus
lohnend empfunden. Nach meinen Informationen hast du (admin) dann die erste Wiederholung. Ich
dachte schon, dass da nie jemand hoch rennen würde. Die Tour rechts vom Andreas kannst du auch
schon klettern, wir sind uns da nur noch nicht so mit dem Namen und der Bewertung einig.
Blasius [Sakristei]
Was für Touren sind das eigentliche an dem Felsen unterhalb vom Apostelbalkon,
dem Felsen mit dem markanten Riss - der Riss ist vom EBE – aber von wem sind die Touren rechts
davon. Ich bin da einen kleinen Überhang ganz rechts geklettert, geniale Tour. An dem Felsen
links davon müsste es auch noch Touren geben?
Blasius [Sakristei]
von ebi's riss nach rechts kommt zuerst was vom ingo (kleiner
dachverschneidungsquergang mit bolts, noch projekt?) und rechts davon "nullkommanix" von mir
(ca.7, überhang und platte). links und rechts (das dach) davon kommt auch noch was hin, wenn ich
mal wieder zeit hab.
Nullkommanix [Apostelkeller]
die überhangkante und die schuppen danach sind leider nicht ganz
vakuumbombenfest, daher bitte besser sachte anziehen (besonders die campusmonster unter uns),
merci! ;-)
Nullkommanix [Apostelkeller]
also nix für die Stahl-bürste ;-)
Nullkommanix [Apostelkeller]
Find den Überhang ja ganz schön kräftig, vor allem die Füße hochzukriegen ist
nicht einfach! Wir hätten es damals auf 7+/8- oder 7+ geschätzt.
Nullkommanix [Apostelkeller]
tja, marit meinte 7- und ich dachte, ich hätte nen schlechten tag gehabt...
:-) ebi fand's 7, was m.e. schon gut hinkommt. rawalpindischraube und überflieger oder die
einzelstellen von frühstücksverschneidung und roadrunner find ich deutlich schwerer. jo mei,
viell. isses halt ne mädelstour? ;-)
Guillotine [Schlossfels]
Ebe seine neueste Creation. Bei Routenlänge und dem Schlingebedarf liegt er
damit voll im Trend.
Muldenkipper [Schellneckwand Links]
wer sich erfolgreich durch die platte gewackelt hat, kann sich nun die krummen
griffel im kleinen überhang drüber wieder schön gerade ziehen. die etwa 20 zusätzlichen züge
machen die ganze angelegenheit nicht wesentlich schwerer, sorgen aber nochmal für ne schöne
abwechslung.
Mr. Freeze [Schellneckwand Links]
da sind 2 datenbank-einträge (mr. freeze + mr.freeze/total recall) mit dem
gleichen grad - wie is'n dat jetze? ist herr frostig nicht eine direktvariante zur vollständigen
erinnerung (tolles deutsch! ;) und 10+ gilt dann für die gesamten 40m bis ganz oben)? oder ist
herr frostig "nur" der boulder mit den offene-tür-zustieg und allein 10+? dann müsste ja die
frostige erinnerung (oder hirnfrost?) schon gegen 11- gehen... also, nicht, dass ich mir
irgendwelche chancen ausrechnen würde, aber wie is'n dat nu?
Mr. Freeze [Schellneckwand Links]
Also Bodo: Das war bis vor wenigen Jahren tatsächlich nicht so ganz glasklar.
Nach Rücksprache mit Michi aber gibt es nur einen Mr. Freeze, der praktisch eine Direktvariante
zu Total Recall darstellt,Grad 10/10+. Klettert man den Boulder und hört dann auf, war die
Geschichte damals mit 10- bewertet, hat letztlich aber keinen Namen. Vielleicht sollte man es
"Total Tür" oder so ähnlich nennen. Ich plädiere für nur einen Mr. Freeze auf dieser Seite! Es
kann nur einen geben.
Zenith [Schellneckwand Links]
noch ne frage in die expertenrunde: die 2. sl sieht phantastisch aus (bis auf
den plattenrunout zur umlenkung :-/), aber wo beginnt diese bzw. wo hört die 1.sl auf? es gibt
zwei mögliche erste umlenkungen (auch laut topo): die obere ist dort, wo der weg der jugend den
linksknick macht und die untere ist unterm weg der jugend in der platte. wenn ich nun über die
diagonale einsteigen möchte, komm ich dort jedoch gar nicht (gut) hin...
Zenith [Schellneckwand Links]
Also Bodo, falls ich mich als Experten bezeichnen darf: Die 1. SL von "Zenith"
endet genau an dem Haken in der Diagonale, und nicht irgendwo drunter!! Am 7. Zwischenhaken kann
man nämlich bei Unaufmerksamkeit nochmals gut runterfallen. D. h. "Zenith" 1. SL ist nicht da zu
Ende, wo zur Zeit der Fixkarabiner hängt (6. Zwischenhaken). Die 2. SL habe ich noch nicht
gemacht, hat 4 Zwischenhaken und beginnt eben an dem Haken Nr. 9 der "Diagonale". Alles klar?
Zenith [Schellneckwand Links]
klar wie kloßbrühe! :-D danke, ebi!
Aerobic [Schellneckwand Rechts]
prima abwechslung gegen den schellneck-koller in form eines ziemlich pressigen
boulders vom 2. haken in den riss. sobald man den ersten klemmanker werfen kann, hat man
gewonnen. das ist zwar etwas handgrößenabhängig, aber spätestens 4 meter höher am 4. haken der
fall. sogesehen eine ringbandregenerierende arthroseprophylaxe, die auch noch schön kurz ist, so
dass das zirrhotische hirn sich hier mal von der überlast der üblichen schellneck-memories
erholen kann. ;)
Kanzel [Sakristei]
Ist doch nur 7.
Nullkommanix [Apostelkeller]
Kann man den Felsen überhaupt noch als Apostelbalkon bezeichnen, ist doch
eigentliche ein eigenständiger Fels? Habe gesehen, dass es links vom Apostelbalkon in einer
Schlucht noch weitere Routen gibt! Hat jemand weitere Infos dazu?
Nullkommanix [Apostelkeller]
naja, irgendwie isses schon noch am selben haufen. vielleicht könte man den
sektor - der besseren orientierung wegen - "apostelkeller" nennen ;) links vom apostel...
befindet sich die "gruft" mit ner handvoll projekten von ingo und mir.
Krümelmonster [Bischofsbucht Mitte]
zugegeben, der fels ist ziemlich beschissen, aber die linie monstergut, sodass
es sich dennoch lohnte, die route jetzt endlich mal fertig zu stellen. damit die züge so spaßig
bleiben, wie sie z. z. sind, empfiehlt sich ein kontrollierter kletterstil - gemeint ist damit
koordinierte fußarbeit und wohldosierter bizepseinsatz, gell jungs! trotz ausgiebigem putzen
wird’s noch weiter krümeln, also am wandfuß bitte immer schön aus der latichte gehen! daher kann
auch ein helm nicht schaden, wie überall in der bischofsbucht...
Knusperflocke [Bischofsbucht Mitte]
genauso knusprig wie das krümelmonster, aber nicht so cool. eigentlich war ich
nur zu faul, den bühler links rauszumachen... ;-)
Krümelmonster [Bischofsbucht Mitte]
8-? find ich ganz schön hart...weil an dem fetten (untergriff)loch am überhang
hängt man dran wie der ratz am presssack
Krümelmonster [Bischofsbucht Mitte]
is ja nur n vorschlag. die stelle fand ich (spargel) gar nicht sooo schwer ;-)
eher den ausstieg aufn buckel. naja, muss mal die 2. sl vom donauweg oder den wb-pfeiler zum
vergleich klettern.
Krümelmonster [Bischofsbucht Mitte]
also ich hab mir im tr mal den überhang angeschaut: den untergriff nehm ich
mit rechts und lang mit der linken hand in ein loch hoch. ich muß mich da ganz schön strecken!
der austieg über den buckel ging wieder, aber ich glaube da sind einfach lange arme von vorteil
;-)
Krümelmonster [Bischofsbucht Mitte]
jo, untergriff mit rechts, dann weiter überkreuzer mit links in gutes
3fi-loch. hab mich dann immer rechts der haken gehalten, löst sich alles sehr gut auf. erst
überm letzten zh muss man zweimal kleines und flaches zeug festhalten.
Direktive [Obereinbuch Mitte]
Grob von Ingo geschätzte Schwierigkeit stimmt sogar bei feiner Justierung - 9-
ist korrekt. Tolle Tour, kein Plattengefummel, sondern richtig guter Überhang. Besucht
Obereinbuch, löst Euch von den darüber kursierenden Klischees!
American way of life [Prunner Wand Links]
die namensgebende daseinsform, wohl inspiriert von goldenen camp 4-zeiten,
steht zwar inzwischen nicht mehr so im brennpunkt des interesses bzw. durch regelmäßige
außenpolitische maßlosigkeiten sogar in unvorteilhaftem licht, die tour ist jedoch nach wie vor
sehr lohnend und mit dem außenseiter-ausstieg ne schöne linie.
so ist auch höchstens der einstieg etwas heikel, aber mit nem 0.75er camalot und der nötigen
konzentration in den zehen kontrolliert machbar. die hock-und-block-crux fand ich dann angenehm
untechnisch, cool und mit 8 viell. doch überbewertet.
die originale rechtsschleife durch die platte schien mir nen tick schwieriger als der
außenseiter, aber auch etwas sehr gesucht weil inhomogen und unlogisch.
SW-Kante [Mühltor]
überraschend kommod eingebohrte und zu kletterne plattige kante. auch die
politur fand ich noch im rahmen. gute alternative, wenn in der heißen sohle wieder mal die luft
brennt.
Wenn es sein muss [Mühltor]
prima pladde, des stimmt scho, aber kurz vorm umlenker kann es unangenehm
werden, weil die situation klettertechnisch nicht ganz einfach und sicherungstechnisch auch noch
recht ungünstig ist. zum loslassen ist der letzte haken dann schon zu tief überm band und mit
guten keilen auch essig (meine passen dort jedenfalls nicht richtig), außer im linken, größeren
riss, aber dann würde es einen auch wie ne abrissbirne nach links in die verschneidung hauen.
:-/ aber, zum glück braucht man ja nur ruhig bleiben :-)
Talseite [Mühltor]
wenn das die rechts neben der sw-kante ist, ist das ne wirklich
empfehelnswerte angelegenheit. unten zwei, drei kleine griffe zukneifen, der schnürsenkel-su
vertrauen (aber besser nicht überprüfen), weiter sehr kurzweilig durch die platte kreuzen. bin
ich bisher immer vorurteilig dran vorbei gerannt...
Außenseiter [Prunner Wand Links]
nette, noch rauhe platte. etwas leichter, schöner und deutlich angenehmer zu
klettern als der umständliche original amerikaner, find ich jedenfalls.
Talseite [Mühltor]
ich glaub talseite is die 3te tour von links. du meinst glaub ich den münchner
weg. kann da aber auch was verwechseln.....
Talseite [Mühltor]
stimmt, hab mir vertan. meinte jedoch die südwand :) die talseite ist die 4.
von links mit dem schleimigen risseinstieg. der münchner weg ist noch dazwischen, also nr. 3 von
links, wenn ich mich nicht schon wieder irre. naja, egal weil eh alles 7 ;)
G'raffel Kante [Eisenbahnerwand]
... ursprünglich als "s'G'schwür" (= das Geschwür) erstbegangen. Allerdings
hat der Dickert meine Korrekturversuche in Richtung Schriftsprache immer vehement abgelehnt.
You're so vane [Labertalwand]
Bin die Route jetzt nochmals geklettert. Dank des zusätzlichen Hakens und der
Turboerosion ist "your so vain" - zwar nicht für 6 minus- aber doch gut kletterbar. Für alle,
die sich am Begriff "kriminell" in meinem ersten Kommentar in ihrem Seelenfrieden gestört
fühlten: Früher als man Routen noch erstbegangen (nicht eingerichtet) hat, wurde die Vokabel
"kriminell" durchaus auch als Anerkennung für den Mumm der Erstbegeher verwendet. Für angehende
Jurastudentlinge und Richter-Alexander-Hold-Fans wohl nur schwer zu verstehen.
G'raffel Kante [Eisenbahnerwand]
Letzte Information aus erster Hand, d. h. von Reiner Dickert persönlich: Route
heißt "G´raffel-Kante", erstbegangen 1989.
G'raffel Kante [Eisenbahnerwand]
Sollt' ich mich da so täuschen? Ist mit "Pfeiler" nicht der Pfeiler links vom
Höhlenweg (knapp links der Kante) gemeint?
RRednose
G'raffel Kante [Eisenbahnerwand]
Da liegst du richtig.
G'raffel Kante [Eisenbahnerwand]
Dann hör' ich sofor mit dem Selbergeißeln auf, stell' das Asche-auf
-mein-Haupt-streuen ein, bestell' auch den Flieger nach Canossa ab und behaupte noch ein mal:
"Erstbegangen als "s'G'schwür"". Die "Story", die hinter der Namensgebung steckt, hat sich tief
in mein Gedächtnis und in mein Gemütsleben eingegraben.
RRednose
Alles Quark [Eisenbahnerwand]
Rechts der Haken kann ich sie mir auch als glatt 8 vorstellen. Ich denke, wenn
man die Haken möglichst direkt anklettert, würde ich ihr auch eine 7+/8- geben oder einfach eine
harte 7+. Die Route ist übrigens schöner als sie aussieht. Ich kann sie nur empfehlen.
Pressack [Eisenbahnerwand]
auf dem weg zum 1. haken hat sich rechterhand ein seit/untergriff
verabschiedet, von dem man den 1 haken klippen konnte. dadurch ist das anklettern desselbigen
wesentlich anspruchsvoller geworden. mittlerweile darf man sich am nächstbesten ebenfalls recht
hohl klingenden untergriff festhalten....
Ich würde vorschlagen, vor dem jetzigen 1. haken einen zusätzlichen haken zu bohren - hat jemand
ein ethisch - moralisches problem damit?
Pressack [Eisenbahnerwand]
Nein. Was anderes, Tom: Ist die Tour in der Schlucht zwischen Mayfels und
Homöostase von Dir?
Pressack [Eisenbahnerwand]
ja ist von mir: heisst "wildwechsel" und ist 7+ (mai 93)
Ulmenweg [Nixenwand]
Ich finde es ja sehr lobenswert, dass nachdem der Fixkarabiner verschwunden
ist, jemand einen seiner Karabiner zum Umlenken geopfert hat. Allerdings sind Karabiner,
wahrscheinlich aus dem Baumarkt mit einer max. Traglast von 350kg (längs) nicht zum Klettern
geeignet. Ich habe den Karabiner entfernt.
Höhlenweg [Eisenbahnerwand]
Ich möchte aus aktuellem Anlass nochmals darauf hinweisen, dass der
Kronenbohrhaken über dem Band nicht zum Umlenken geeignet ist. Also unbedingt am Band umlenken!
Ich werde den Haken bei Gelegenheit ausbohren!
Höhlenweg [Eisenbahnerwand]
Flo, meinst du es ist sinnvoll schon vor dem absatz einen umlenker incl
karabeiner zu setzen? hab am woende auch mitgekriegt dass kaum einer kapiert wo die route zu
ende ist.
Höhlenweg [Eisenbahnerwand]
So hatte ich das eigentlich vor – Umlenker mit Karabiner vor dem Absatz. Die
letzten Meter sind ja eh nur gehgelände.
Neumarkter Riss [Prunner Wand Rechts]
von der linie her kaum zu übertreffen und ein muss für jede rissfräse!
ziemlich ausdauernd und inzwischen durchaus hautfreundlich, solange technik und gemütslage
angepasst bzw. ausgeglichen sind. trotz der recht komfortablen bebühlerung ist im interesse der
gehgesundheit ein keil überm 1. haken sehr zu empfehlen, solange man dort noch nicht zu
schlafwandeln pflegt. nach dem absatz noch etwas gute wandkletterei und ein von unten nicht zu
sehender bühler im querriss, obenraus gerade hoch etwas sehr grasig oder rechts und deutlich
schöner über piazschuppe zu einsamer umlenköse.
Kirschbaumriss [Bischofsbucht Mitte]
Eigentlich keine schlechte Route, könnten aber ein par Haken mehr sein. Habe
zumindest mal die alten Schlingen in den Sanduhren ausgetauscht. Die Sanduhren machen mir aber
keinen sehr zuverlässigen Eindruck, von daher sollte man die beiden Schlingen lieber ganz
entfernen und einen Haken setzen.